Agfa Optima Reflex

Diese Kamera wurde 111 mal seit 23.11.2018 und 111 mal seit 23.11.2018 angezeigt .

MarkeAgfa
KameraAgfa Optima Reflex
Baujahr1961
SeriennummerZV 2471
Objektiv

Agfa Color Apotar 1:2,8/45mm auf gemeinsamer Platine. Entfernungseinstellung über Symbole auf der Einstellringoberseite oder Meter/feet auf dessen Unterseite.

Verschluss

Agfa, ASA 10-200. Zeit-Blenden-Koppelung von 1/30 bei Blende 2,8 bis 1/250 bei Blende 8 automatisch, weder Blende noch Zeit werden angezeigt; zusätzlich B und Blitzeinstellung 1/30 mit Blendenwahl von 2,8 bis 22.

FilmformatKleinbild 135 24x36mm
Besonderheiten

Sucher: Pentaprisma. Klar mit 45° Schnittbildentfernungsmesser.

Kadlubek-Nr.AGF2471
EigentumH. Rotermund
HerstellerAgfa AG, Leverkusen, Deutschland
TypSpiegelreflexkamera zweiäugig

Bereitschaftsanzeige (Bild 6) im Sucher: schwarz "Nicht bereit.", Rot: "Bereit", Grün: "Belichtung eingestellt". Einstellungen werden mit dem grossen äusseren Ring (Bild 7) vorgenommen. Anzeigen dazu (Bild 8) Zentral und rot unterlegt A für Automatik.

Blendenwahl für Blitz-Aufnahmen (1/30) durch Drehung nach rechts und gelbe Blendenanzeige unter der Lupe. Bei roter Anzeige im Sucher kann auch ausgelöst werden; dann ist eine Drehung des grossen Ringes nach links mit schwarzen Blendenzahlen für B-Aufnahmen notwendig. Belichtungszeiten länger als 1/30 liefert der Verschluss jedoch nicht, also Zählen 21-22 … 

Anmerkung: Das Problem bei einer zweiäugigen Kamera mit Zentralverschluss besteht darin, dass die übereinander liegenden Objektive möglichst eng zusammenliegen sollten, um die Sucherparallaxe gering zu halten. Damit das so sein kann, muss der um das Aufnahmeobjektiv liegende Ring mit dem Verschlusslaufwerk möglichst dünn sein. Im Bild 9 links unten ist der Zentralverschluss einer Contaflex über die Optima gelegt, und man sieht, dass das Verschlussgehäuse (rot) in das Sucherobjektiv der Optima hineinragt. In Grenzen kann das Getriebe der Verschlussmechanik verkleinert werden, die Verschlusslamellen müssen aber bei der Belichtung immer die gesamte Filmfläche (24x36mm) freigeben.

Legt man den Verschluss direkt vor den Film -was räumlich in dieser Kamera wohl möglich wäre-, so muss der Durchlass mindestens so gross sein wie die Diagonale des Filmbildes, das sind beim Kleinbild 41,25 mm. (Bild 9 rechts unten: Belichtungskreis grün) und damit zu gross.

Der Trick (Patent der Agfa Leverkusen!) bei der Optima Reflex besteht jetzt darin, dass der Verschluss mit seiner Mechanik und den Lamellen hinter dem Objektiv im ersten Drittel des Kamerakörpers und so nicht direkt vor dem Film liegt. Das Getriebe des Verschlusses ist so gebaut, dass es nicht den gesamten Kreisring belegt; ein oberer Bereich ist nicht mit Verschluss-Getriebe und -Gehäuse belegt, durch diese Aussparung ist der Weg für den Strahlengang des darüber liegenden Sucherobjektivs frei (in Bild 10 grün). Darüber hinaus haben die Verschlusslamellen eine besondere Form und Führung, sodass sie keinen Vollkreis beanspruchen und damit den Bereich des Sucherstrahlenganges auch dann nicht abdecken, wenn der Verschluss vollständig geöffnet ist.


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