Iloca Stereo Realist 45

Diese Kamera wurde 719 mal angezeigt (seit dem 06.09.2016).

MarkeIloca
KameraIloca Stereo Realist 45
Baujahr1955
SeriennummerFrontstandarte ohne Nr.
Objektiv2 x Steinheil Cassar S 1:3,5|35mm, Basis 70 mm, Nr. 1426880 und Nr. 1427360
VerschlussVero 1|25 - 1|200 sec., B
FilmformatKleinbild 135, je Aufnahme zweimal 24x23mm
EigentumH. Rotermund
HerstellerWitt, Iloca-Werk Wilhelm Witt, Hamburg, Deutschland
TypStereokamera analog

Anmerkungen: Aus einer amerikanischen Anleitung: `Since the lenses of the camera correspond to your eyes, the REALIST is always held in a horizontal position.`
Die Entfernungseinstellung geschieht durch Verschieben der Standarte mit den beiden Objektiven.
Die Bilder der beiden Objektive werden in deren Abstand auf den Film projiziert, sie liegen also nicht direkt nebeneinander. Das Problem der Kleinbild-Stereokameras besteht nun darin, das rechte und das linke Bild so auf dem Film unterzubringen, dass der Filmtransport möglichst einfach ist. Es gab verschiedene Lösungen für dieses Problem. Die Realist nutzte das `Fünf-Loch`-Verfahren. Die Bildabfolge auf dem Filmstreifen ist 1r, leer, 2r, 1l, 3r, 2l, 4r, 3l, usw. Der Film wird immer um zwei Bildbreiten (2 x 5 Perforationslöcher) transportiert.
Die Konsequenz aus dieser Bildabfolge ist, dass der Film zerschnitten werden muss. Die einander zugeordneten Bilder müssen danach so in Rahmen montiert werden, dass sie im richtigen Abstand von einander sind und, was besonders wichtig ist, keinen Höhenversatz aufweisen.
Auch zur zweiten Blütezeit der Stereofotografie etwa von 1950 bis 1960 konnte das Montieren nicht automatisiert werden. Die Folge war, dass nur wenige Hobbyfotografen diesen Zeitaufwand betreiben wollten und der `Knipser` schon gar nicht. Gegen Ende der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts hörte die Produktion von Stereokameras praktisch auf. In den 1980er Jahren kamen Stereokameras auf den Markt, die das Problem der genauen Montage durch Linsenraster-Bilder für den Hobbyfotografen beseitigen sollten; kein durchschlagender Erfolg. In Naturwissenschaften und Technik ist Stereofotografie gang und gäbe.


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